Brustkrebs

Die häufigste Krebserkrankung bei Frauen ist Brustkrebs.

Auch hier gilt: je eher ein Brustkrebs entdeckt und behandelt wird, desto besser sind die Heilungsaussichten und desto eher kann auch ein brusterhaltendes, operatives Vorgehen gewählt werden. Bei Verzögerung der Behandlung kommt es zur Ausbreitung von Krebszellen und damit zur Verringerung der Heilungschancen.

Wichtige Untersuchungen für eine Früherkennung sind:

  • Selbstuntersuchung durch Abtasten der Brust
  • Tastuntersuchung durch den Frauenarzt
  • Mammographie
  • Ultraschalluntersuchung.

Tastuntersuchung

Zur allgemein gynäkologischen Untersuchung gehört die Tastuntersuchung der Brust. Aber auch eine regelmäßige monatliche Selbstuntersuchung und Beobachtung sollte zur Selbstverständlichkeit werden. Der ideale Zeitpunkt zur Selbstuntersuchung liegt knapp nach Ende der Menstruation. Werden dabei Veränderungen festgestellt, ist unbedingt ein Arzt aufzusuchen.

Unter Veränderungen sind

  • derbes Gewebe oder Knotenbildung
  • eingezogene Brustwarzen oder Haut
  • Rötungen und rauhe Oberfläche der Brustwarze
  • bräunliche oder blutige Absonderungen
  • vergrößerte Lymphknoten am Rand der Brust oder in den Achselhöhlen
  • Veränderungen in Form, Größe und Beweglichkeit der Brüste

zu verstehen.

Wie Sie die Selbstuntersuchung durchführen, können wir Ihnen in unserer Praxis erklären und zeigen.

Nicht jeder Knoten, der entdeckt wird, muss bösartig sein. Oft handelt es sich um flüssigkeitsgefüllte Knoten (Zysten) oder Drüsengewebsknoten (Fibroadenome).

Mammographie

Eine weitere Methode zur Früherkennung ist die Mammographie. Sie ist ein Verfahren, mit dem Brustkrebs bereits in einem Stadium erkannt werden kann, in dem er weder tastbar ist, noch irgendwelche Symptome hervorruft. In Fällen, in denen bereits Veränderungen zu tasten sind, lassen sich durch die Mammographie mit großer Treffsicherheit gutartige von bösartigen Tumorbildungen unterscheiden.

Ultraschall

Durch eine Ultraschalluntersuchung kann die Unterscheidung getroffen werden, ob es sich bei der Tumorbildung um flüssigkeitsgefüllte Zysten oder Drüsengewebsknoten handelt. Wird ein verdächtiger Knoten in der Brust festgestellt, so ist nach Gewebsentnahme durch Stanzpunktion eine mikroskopische Untersuchung durchzuführen.

Behandlung

Heute wird vor allem brusterhaltend operiert. Allgemein ist anschließend eine Strahlentherapie erforderlich. Manchmal ist auch eine medikamentöse Nachbehandlung in Form einer Hormon- oder Chemotherapie notwendig, was vom Stadium des Tumors abhängt.

Brustkrebserkrankungen stellen immer auch eine seelische Belastung dar. Der Kontakt zu ebenfalls Betroffenen, z.B. in Selbsthilfegruppen, sowie eine begleitende psychologische Betreuung hilft, mit der Erkrankung besser umgehen zu können. Wir helfen Ihnen auf der Suche nach der richtigen Ansprechperson.